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Alle tauglichen Wehrpflichten sollen tatsächlich dienen!

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Die Musterung auf tauglich bedeutet noch lange nicht,  dass man auch zur Wehrpflicht herangezogen wird! Zur Zeit hängt es noch vom Zufall ab, ob ein Einberufungsbescheid ins Haus flattert. Das sollte sich ab Sommer 2009 ändern!

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Spätestens ab 2010 sollten alle tauglich gemusterten Wehrpflichtigen auch tatsächlich eingezogen werden und bei der Bundeswehr dienen. Dies hatte der damalige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (60, CDU) im Deutschlandfunk am 29.03.2009 angekündigt.

Zur Zeit erhalten nicht alle tauglich gemusterten Wehrpflichtigen tatsächlich auch einen Einberufungsbescheid. Eine Musterung auf tauglich bedeutete daher bislang noch nicht, dass man auch tatsächlich eingezogen wird. Dies sollte sich ändern. Alle Wehrpflichtigen, die bei der Musterung tauglich gemustert wurden, sollten in Zukunft auch eine Einberufung zum Wehrdienst erhalten. Die Chancen ausgemustert zu werden, sind davon allerdings nicht betroffen. Eine Ausmusterung wegen entsprechender Verletzungen oder wegen Krankheiten ist daher auch in Zukunft weiter möglich. Verteidigungsminister Jung wollte für die Zukunft wieder jeden tauglich gemusterten Wehrpflichtigen tatsächlich auch dienen lassen. Derzeit liege die Quote nur bei cirka 79 %. Diese wolle er wieder auf 100 % erhöhen. Das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts werde die allgemeine Wehrpflicht auch bei den derzeitigen Umständen nicht aufheben. Die untauglich gemusterten Wehrpflichtigen könnten nicht berücksichtigt werden. Offenkundig wollte der Verteidigungsminister die Einberufungspraxis ändern, damit die Bundewehr nicht weiter dem Ruf der Wehrungerechtigkeit ausgesetzt ist. Als der damalige Verteidigungsminister Struck im November 2003 vorschlug, dass auch Wehrpflichtige an Auslandseinsätzen teilnehmen sollten, gab es zunächst keine Mehrheit für eine solche Regelung, sondern vielmehr eine Welle der Empörung. Heute nehmen Wehrpflichtige auf freiwilliger Basis selbstverständlich an Auslandseinsätzen teil und können dort leider auch verletzt werden. In Afghanistan ist die Bundeswehr derzeit mit cirka 3.700 Soldaten beiteiligt, im Kosovo mit cirka 2.200. Insgesamt sind derzeit rund 7.300 Soldaten im Auslandseinsatz. Wie die Einberufungspraxis weitergeht, lässt sich derzeit nicht abschätzen.